FRIDAYS FOR FUTURE: Schüler schwänzen für mehr Klimaschutz

N24 (YouTube) 18.01.2019 16:45 Uhr, Dauer: 1:54

Tausende Schüler und Studierende haben in mehr als 50 deutschen Städten für mehr Klimaschutz demonstriert. Auf ihren Transparenten stand am Freitag:«Warum lernen ohne Zukunft?», «Opa, was ist ein Schneemann?» und «Das Klima ist aussichtsloser als unser Mathe-Abi». Die Schülerorganisatoren gehen davon aus, dass mehr als 25 000 Demonstranten während der Unterrichtszeit auf die Straße gingen. In Freiburg, wo nach Angaben der Organisatoren die meisten demonstrierten, waren es laut Polizeiangaben rund 3500. «Wir wollen nicht nur zusehen, wie hier im Landtag oder anderswo debattiert und über unsere Köpfe hinweg entschieden wird», sagte der 17 Jahre alte Schüler Moritz in Kiel. «Wir wollen unsere Zukunft mitgestalten und sichern, damit es auch in 60 Jahren noch eine Welt für uns zum Leben gibt.» Unter dem Motto #FridaysForFuture demonstrieren Jugendliche weltweit seit Wochen für Klimaschutz. Die Schüler aus Deutschland organisieren sich vor allem über WhatsApp-Gruppen. Beteiligt ist beispielsweise die Umweltschutzorganisation BUNDjugend. Das Vorbild der Demonstranten ist die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, die bei der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz (Katowice) zu diesem Streik aufgerufen hatte. Sie demonstriert freitags seit 22 Wochen. Die Teenager schwänzen die Schule, um zu protestieren. Das hat zu Diskussionen unter Lehrern und Schuldirektoren über mögliche Schulverweise geführt. Diese findet der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, «sinnlos», wie er dem Bayerischen Rundfunk am Freitag sagte. «Das ist was Positives! Ich freue mich, wenn sich Schüler politisch engagieren.» Falls Jugendliche an seinem Gymnasium streikten, müssten sie den verpassten Unterricht nachholen - in Form von Diskussionsrunden über den Klimaschutz. Die Grünen-Abgeordnete Beate Walter-Rosenheimer sagte zumStreik: «Die Bundesregierung muss nun endlich ihren Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise erfüllen. Das bedeutet einen Ausstieg aus der Braunkohle sowie einen Umstieg auf saubere Mobilität.» Und: «Auch die Interessen junger Menschen müssen von der Bundesregierung ernst genommen werden und in politische Entscheidungen einfließen.» In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen. Danke für Eurer Verständnis - das WELT-Team Die WELT Nachrichten-Livestream http://bit.ly/2fwuMPg Die Top-Nachrichten auf WELT.de https://www.welt.de/ Die Mediathek auf WELT.de https://www.welt.de/mediathek/ Besuche uns bei Facebook https://www.facebook.com/welt/ Folge uns auf Twitter https://twitter.com/welt Besuche uns auf Instagram https://www.instagram.com/welt/ Video 2019 erstellt

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