Bergführer: Bergtourismus früher und heute | Doku | Geschichte | Alpen

BR (YouTube) 20.03.2019 20:00 Uhr, Dauer: 6:37

Diese Dokumentation zeigt die Geschichte der Bergführer und die Entwicklung des Berufs: Entschlossen, mutig, die Berge im Blut, nicht nur im Kopf: Der Bergführerberuf ist auf jeden Fall ein besonderer. Das war schon immer so. Angefangen hat alles 1887 mit Jacques Balmat in Chamonix. Am Mont Blanc liegen die Wurzeln des Berufsstandes. Jacques Balmat war eigentlich Kristallsucher. 1887 führte er seinen ersten Gast auf den höchsten Gipfel der Alpen. Ihn lockte weniger das Abenteuer als die stattliche Belohnung, die der Wissenschaftler Saussure für den Weg zum Gipfel ausgesetzt hatte. Balmat zimmerte sich Leitern für die Gletscherspalten und eigene Balancierstangen — damals gab es noch kein Kletterseil. Balmat und Saussure bildeten vor gut 230 Jahren das erste Führer-Gespann. Ihrem Beispiel folgten Viele. Die ausländischen Bergtouristen engagierten Einheimische. Ein Engländer empfiehlt besonders Wilderer: „Sie kennen das Gelände und man hat bei Ihnen immer genügend zu essen.“ Fast 100 Jahre später wurde Johann Grill aus der Ramsau, genannt „der Kederbacher“, als einer der ersten in Deutschland amtlich als Bergführer autorisiert. Mit dem Bergboom in den 60er Jahren steigt auch die Nachfrage nach Bergführern. Wer den Beruf ausüben will, braucht dafür die Erlaubnis der heimischen Gemeinde. Einen weiteren entscheidenden Schritt für die Anerkennung des Berufes machte vor 50 Jahren Anderl Heckmair: Er trieb die Gründung des „Verbands Deutscher Berg- und Skiführer“ voran. Der eigene Berufsverband garantierte den deutschen Bergführern die internationale Anerkennung. 1974 dann kommt endlich der gewünschte Standard: die staatliche Prüfung. Mitte der 80er gibt es 270 staatlich geprüfte Berg- und Skiführer in Deutschland, aber nur 32 leben ausschließlich vom Führen. Über die Hälfte arbeitet als Skilehrer oder in sportaffinen Berufen. Der Tagessatz liegt bei 150 Mark. Gudrun Weikert ist Mitte der 80er die erste Frau, die die anspruchsvolle Ausbildung durchläuft und Deutschlands erste staatlich geprüfte Bergführerin wird. Heute ist alles eigentlich so wie zu Beginn. Die Sehnsucht, neues zu entdecken, sich immer wieder zu orientieren, draußen zuhause zu sein, die Berge in all ihren Facetten zu erleben und das Wunder Berg immer wieder auf Neue zu teilen - all das macht ihn aus, den Beruf des Bergführers. Von seinem ursprünglichen Reiz hat er bis heute nichts verloren. Autorin: Kathrin Denk Bayerischer Rundfunk: http://www.br.de Bergauf-Bergab im Internet: http://www.br.de/bergauf BR-Mediathek mit der Rubrik Berge: https://www.br.de/mediathek/rubriken/berge Mehr Bergthemen im BR: http://www.br.de/Berge Bayerischer Rundfunk: http://www.br.de

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